TZI BarCamp – Wie es war (Teil 1)

Das 1. TZI BarCamp: Werte im Wandel ist gut gelaufen. Tolle Leute, tolle Themen – rundum eine gelungene Veranstaltung, die eine Fortsetzung im November 2020 haben wird. Um dir/euch einen Einblick in den Tag zu geben, hier eine Schilderung des Geschehen.

Das erste TZI BarCamp, wie ich es erlebt habe.

Gut vorbereitet, mit einem Koffer voller Themen und in freudiger Erwartung fuhr ich nach Gelsenkirchen zu unserer Premiere des ersten TZI BarCamp.

Die Neugier, wer wird kommen? Wen haben wir durch unsere vorhandenen Netzwerke erreichen können? Spannend, spannend!

Das Organisationsteam: Karin, Romy, Traudel und Elisabeth

Ankommen, orientieren, sich kennenlernen

Dann ist es soweit. Eine bunte Mischung von Frauen und Männern, von nah (Gelsenkirchen) und fern (Berlin/Hamburg/München) kommend, treffen nach und nach ein. Eine spannende Altersmischung (25-80 J.), Mitglieder*innen aus dem RCI (Ruth Cohn Institut für TZI) und Menschen mit großem Interesse und Neugier an der TZI und dem Format BarCamp.

Von „ich habe viele Themen mitgebracht“ hin zu „ich gestalte eine Session“

Das Thema „Werte im Wandel“ hat so unsagbar viele Facetten, die ich im Vorfeld durchdacht habe. Viele Themenformulierungen geisterten in meinem Kopf. Dann ging es doch ziemlich schnell und die Themen für die einzelnen Sessions waren gefunden.

Welche Session-Themen ich angeboten habe? Eigentlich keine. Es gab nämlich andere Teilnehmer*innen, die fragten „Mir geht eine Frage durch den Kopf für die ich keine Expert*in bin, würde jemand dazu eine Session anbieten? Das war mein Stichwort, aktiv zu werden.

Insgesamt hat mich die Lebendigkeit der Themenfindung fasziniert. Die Flexibilität, Änderungen direkt und im Dialog vornehmen zu können, ist eine Stärke des BarCamp-Formates.

Auch, dass es im Laufe des Tages möglich war, ein Thema dem Bedürfnis der Teilnehmer*innen entsprechend über zwei Sessions zu erweitern, hat mich begeistert.
Und – dieser Prozess traf den Anspruch des Lebendigen Lernens der TZI.

TZI und der Globe – Werte im Wandel

Das Themenspektrum beinhaltete u.a. sowohl unsere gemeinsame Sorge um den Klimawandel,  die politische Auseinandersetzung mit dem Thema 30 Jahre Mauerfall,  als auch die Frage:  Wie wollen wir in Zukunft wohnen? Ganz spannend war die Auseinandersetzung mit der Fragestellung: Wie erfolgreiche Kollektive die Demokratie stärken können mithilfe der TZI.

Intensiv wurde in einigen Sessions um die Zukunft des RCI Vereins gerungen mit Fragestellungen wie „Welche Institution braucht TZI?“ Und es wurden Lösungsvorschläge entwickelt, um die TZI für einen neuen Kreis erfahrbar zu machen und in den Globe hinaus zu tragen.

Neue Themen, wechselnde Gruppen, interessante/interessierte Menschen – immer im lebendigen Austausch

Ganz nah an meiner Chairperson überprüfte ich nach jeder Session, ob das von mir am Anfang favorisierte Thema noch passt. Ich genoss die vielfältigen Möglichkeiten, das „Gesetz der zwei Füße“ und die gute Verpflegung (Elisabeth sei Dank).
Natürlich fühlte ich mich als Mitorganisatorin auch verantwortlich für die Teilnehmer*innen. Es entspannte mich sehr, dass jede*r gut für sich sorgte ☺
Insgesamt komme ich an diesem Tag mit vielen Teilnehmer*innen und deren Haltungen und Lebenserfahrungen in Kontakt.

Nach dem TZI Barcamp ist vor dem TZI Barcamp ?!

Am Ende des Tages war ich hochzufrieden mit unserem 1. TZI Barcamp. Es freute mich in der Abschluss-Session von den anderen Teilnehmer*innen zu erfahren, dass es ihnen genauso ging.

Hier einige Teilnehmer*innen-Feedbacks, die uns erreichten:

„Es war eine wirklich gute Veranstaltung am Samstag, ich ging mit einem Lächeln im Gesicht nach Hause und war guter Dinge.“ 

„Ich bin begeistert vom Format, das sich auch für das Arbeiten nach TZI sehr gut eignet. Wir hatten einen tollen Austausch und kamen bei den Themen schnell in die Tiefe.“ 

„Ich habe viele nette Leute kennengelernt. Super!“ 

„Das gestrige TZI BarCamp wirkt noch nach – es tat mir gut, mich mal wieder in TZI-Atmosphäre aufzuhalten und angenehme Menschen zu treffen.“

Und noch mehr freute mich der Wunsch der Teilnehmer*innen, dass sie sich auch in 2020 ein TZI Barcamp wünschen.

Hiermit bist du/seid ihr herzlich eingeladen zum 2. TZI BarCamp im November 2020.

Du/Ihr möchtet über aktuelle Informationen zum nächsten TZI Barcamp auf dem Laufenden gehalten werden? Oder Inspirationen rund um die TZI erhalten?

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P.S.

An dieser Stelle möchte ich mich bei meinen Mitstreiterinnen Elisabeth, Romy und Karin nochmals bedanken. Vor allem Romy, die uns auf der letzten Mitgliederversammlung für die Idee eines TZI BarCamps begeisterte und uns als Team über die Vorbereitungszeit gepusht und mit digitalen Werkzeugen und Online-Marketing-Spezialitäten zur Umsetzung des „BarCamps“ vertraut gemacht hat.

Autorin

Traudel Gebing-Sommersberg,
pensionierte Lehrerin und stellvertretende Schulleiterin der Gesamtschule Bonn Beuel. Langjährige Arbeit in der staatlichen Lehrer*innenfortbildung.
Seit 30 Jahren TZI-lerin (Diplom) im Verein Rheinland/Westfalen.
Erfolgreiche Social Media Verweigerin und seit 2018 BarCamp Fan :-)

Ich liebe BarCamp – Wie ich als TZI-lerin das BarCamp für mich entdeckte

Mit Neugier und Aufregung bin ich zu meinem ersten BarCamp nach Düsseldorf bei der Rheinischen Post gefahren. Dort kam mir eine offene und freundliche Atmosphäre entgegen, Menschen in angeregten Gesprächen beim Kaffee oder noch beim Frühstück.

Meine erste BarCamp-Begegnung 2018

Es war leicht, mich auf dieses neue Setting einzulassen. Überraschende Themen, eine andere Art der Themen- und Gruppenbildung, spontaner und intuitiver.
Im Allgemeinen ging es um andere, für mich neue Formen der Kommunikation und Verbreitung von Informationen und Meinungen.
Begriffe wie # hashtag, Blog, … fielen, in der Vorstellungsrunde stellt ich fest, dass ich nicht allein war, bei der Frage, was ein # ist und dem „hab ich nicht“ zu Twitter.

Schnell konnte ich mich neuen, fremden Themen zuordnen. Wenn Session Themen besonders einladend vorgetragen wurden, trieb mich die Neugierde dorthin oder wenn sie mir bekannte „keywords“ enthielten, konnte ich mich an Bekanntem andocken.
Zunehmend fühlte ich mich in der Menge der meist weit jüngeren Teilnehmer*innen gut aufgehoben und meine Akzeptanz dieser anderen Form der Begegnung wuchs.

Von „Ich liebe BarCamp!“ zu „Ich mache BarCamp!“

Dieses Erlebnis hat mich begeistert und motiviert, mich in die Vorbereitung dieses TZI BarCamp einzubringen und weitere Neuerungen im Umgang mit den neuen Medien zu lernen.

Dabei kam ich schon schnell an meine Grenzen. Wenn es darum ging den Umgang mit Trello, Twitter, Skypen ….  zu lernen, dachte ich im ersten Augenblick „nee, dass musst du dir nicht (mehr) antun“. Doch ich habe die Herausforderung gerne angenommen! Ich stellte fest, es war leichter als gedacht ;-) und, dass es auch etwas Faszinierendes hatte.

Neue Formate – mit alten Spielregeln?

Doch fast zeitgleich mit meiner zunehmenden Vertrautheit mit den (für mich) neuen Medien und der Kommunikation mit/durch digitale Technik kam auch mein Wunsch mich auszutauschen zum Thema: Wie wichtig ist es für diese digital/medialen neuen Formen der Kommunikation, vorhandene Werte anzuwenden und/oder neue Spielregeln zu finden?

Und je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr Facetten bekam die Fragestellung

  • Welche Werte müssen wieder größere Bedeutung bekommen?
  • Wie gehen wir mir Beschimpfungen, Bedrohungen und Beleidigungen im Netz um?
  • Wie wichtig wird dadurch wieder die persönliche Begegnung und Diskussion?
  • Was für Werte vermitteln wir den Schüler*innen im Umgang mit den Medien?
  • Welche Unterstützung geben sich Eltern und Lehrer gegenseitig, wenn es darum geht den Kindern Orientierung durch Werte zu geben?
  • Worin liegt die Verantwortung der Medienkonzerne und der Politik?

Ich lade euch herzlich ein, diese Fragen und andere Aspekte dieses Themas in einer Session auf dem TZI BarCamp 2019 mit mir zu diskutieren.

Autorin

Traudel Gebing-Sommersberg,
pensionierte Lehrerin und stellvertretende Schulleiterin der Gesamtschule Bonn Beuel. Jahrelange Arbeit in der staatlichen Lehrer*innenfortbildung.
Seit 30 Jahren TZI-lerin (Diplom) im Verein Rheinland/Westfalen.
Erfolgreiche Social Media Verweigerin und seit 2018 BarCamp Fan :-)

Das ICH fürs WIR – Ehrenamt

Ich kann Vorstand

„Aber muss ich das tun, nur weil ich es kann?“

Diese Frage stelle ich mir nun schon seit einigen Monaten. Denn schon wieder stehen wir – das Ruth Cohn Institut Rheinland Westfalen (RCI RW) – kurz vor einer Mitgliederversammlung und schon wieder stellt sich die Frage, was wir tun, wenn sich keine/r für die diversen Vorstandsämter, die dringend zu besetzen sind, findet. Die Vereinsauflösung ist in dieser Situation die letzte, die radikalste und schmerzhafteste Lösung.

Mit dieser Situation stehen wir nicht allein, das weiß ich. Viele Vereine suchen händeringend nach Menschen, die Ehrenämter wie u.a. Vorstandsämter in Vereinen übernehmen. Dabei üben knapp 16 Millionen Personen in Deutschland ein Ehrenamt aus, das sind 27 Prozent aller Berufstätigen. So schlecht ist das nicht. Da müsste doch auch eigentlich irgendwer für unseren Verein dabei sein, oder? Die Statistik sagt aber auch, dass sich die meisten Menschen in Sportvereinen engagieren, dazu gehört der RCI RW sicherlich nicht.

Als ich im Internet zu dem Thema recherchiert habe, belustigte mich der Titel dieses Beitrags Vielleicht ist es so einfach? Vielleicht war ich immer nur zu doof, um Nein zu sagen und lieber andere die Arbeit machen zu lassen?

„Das Ehrenamt oder zu doof um NEIN zu sagen?!“

Ich kann auf zahlreiche Ehrenämter zurückschauen, die extrem unterschiedlich waren. Kurios war meine Vorstandsarbeit in einem Reitverein, in den ich durch Reitkurse meiner Tochter völlig ungeplant rein geschliddert bin. Sehr lange war ich bei ‚Frauen helfen Frauen‘ in Moers im Vorstand. Dort habe ich geholfen, eine Beratungsstelle für Frauen, die von Gewalt bedroht sind, aufrecht zu erhalten. Zurzeit bin ich noch Vorstand in einem Berufsnetzwerk-Verein für Frauen und in einem Städte-Partnerschaftsverein sowie im RCI Rheinland/Westfalen.

Im Rückblick war alles recht erfolgreich und ich sehe es nicht als verlorene Zeit. Ich bin mit anderen Mitstreiter/innen durch Höhen und Tiefen gegangen. Habe viele teils einschneidende Veränderungen mit initiiert und durchgesetzt. Habe Menschen eingestellt und gekündigt. Ich habe Macht im Sinne von „machen“ ausgeübt und das über eine Reihe von Jahren.

Was reizt mich am Ehrenamt?

Interesse und Überzeugung an der Sache bzw. dem Vereinsziel sind mir wichtig. Gerne habe ich ein definiertes Ziel vor Augen, das ich gemeinsam mit anderen erreichen will. Geholfen haben mir meine Fähigkeiten, die ich mir im Beruf aufgebaut habe bzw. auch dort nutzbringend einsetzen konnte: Verlässlichkeit im Umgang mit den Vorstandskollegen, ein gutes Projektmanagement und die Bereitschaft die Initiative zu ergreifen und Verantwortung zu übernehmen.

Ich kann Vorstand – aber will ich das noch?

Diese Frage beschäftigt mich zurzeit und ist noch nicht beantwortet. Beim TZI-Barcamp biete ich zu diesem Thema eine Session an, denn es ist – wie ich meine – ein Thema, dass viele Vereine und Menschen ganz aktuell betrifft. Ich freue mich darauf, mich mit dir / euch auf dem #TZIbarcamp auszutauschen. Meine vorläufigen Sessionvorschläge findest du / ihr unter https://tzibarcamp.de/sessions/

Autorin

Karin Reiche
, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation in einem Energieunternehmen. Firmeninterne und externe Trainerin und Moderatorin, u.a. für Team- und Führungskräfteentwicklung, Ideen- und Wissensmanagement. TZI Grundausbildung und verschiedene Zusatzausbildungen.

Die TZI und „mich ehrenamtlich zu engagieren“, liegen mir am Herzen. So bin ich seit gut sechs Jahren Mitglied des Vorstands des Ruth Cohn Instituts Rheinland-Westfalen – zur Zeit kommissarisch – und in weiteren Vereinen ehrenamtlich aktiv.

Mut und Zuversicht statt Gleichgültigkeit

Wie kann ich in einer Umgebung von vermeintlicher Gleichgültigkeit meinen Mut und meine Zuversicht nicht verlieren?

Jeden Tag werde ich zugeschossen von Nachrichten über Probleme, Katastrophen, schlechten Vorbildern, Hoffnungs-/Chancenlosigkeit und deren Auswirkungen. Dem ausgesetzt fühle ich mich hilflos. Ich kann die globalen Probleme nicht lösen, aber ich kann in meiner direkten Umgebung wirksam sein. Und das am besten nicht allein! Zusammen bin ich mutiger, kreativer und wirksamer.

Fragen, die mich bewegen, sind:

  • Wie finde ich Menschen, die ebenfalls tätig werden wollen und nicht nur jammern und Endzeitszenarien an die Wand malen?
  • Was motiviert gerade auch jüngere Menschen, Menschen aus anderen Kulturen?
    (Und ich weiß, wie schwer dies ist, wenn ich mich ausgegrenzt und ohne Hoffnung auf Chancen erlebe!)
  • Wie kann ich motiviert bleiben und nicht ausbrennen?
    Ich bin neugierig und interessiert. Ich möchte meine bestehenden Engagements weiterführen und gleichzeitig optimistisch, aber auch realistisch in die Zukunft schauen.

Auch wenn ich nicht jede Meinung teilen muss, Überschrift für mich bei allen:

RESPEKT vor allem Lebendigen 

Das sind für mich Gründe, weshalb mir das TZI Barcamp wichtig ist:

  • Menschen treffen, die sich nicht entmutigen lassen wollen
  • Mit Menschen in Kontakt kommen, die neugierig sind
  • Wertschätzung leben und teilen
  • Toleranz erleben, aber keine Beliebigkeit

Ich freue mich darauf, mich mit dir / euch auf dem #TZIbarcamp auszutauschen. Meine vorläufigen Sessionvorschläge findest du / ihr unter https://tzibarcamp.de/sessions/

Autorin

Elisabeth Gieseler, Diplom-Pädagogin, Erzieherin, Systemikerin, überzeugte TZI-lerin (Diplom)
Leiterin einer Jugendhilfeeinrichtung und ehrenamtliche Vorstandsfrau in zwei Vereinen, in zahlreichen Netzwerken
Beratung und Coaching in freiberuflicher Tätigkeit www.beratung-gieseler.de