Ich liebe BarCamp – Wie ich als TZI-lerin das BarCamp für mich entdeckte

Mit Neugier und Aufregung bin ich zu meinem ersten BarCamp nach Düsseldorf bei der Rheinischen Post gefahren. Dort kam mir eine offene und freundliche Atmosphäre entgegen, Menschen in angeregten Gesprächen beim Kaffee oder noch beim Frühstück.

Meine erste BarCamp-Begegnung 2018

Es war leicht, mich auf dieses neue Setting einzulassen. Überraschende Themen, eine andere Art der Themen- und Gruppenbildung, spontaner und intuitiver.
Im Allgemeinen ging es um andere, für mich neue Formen der Kommunikation und Verbreitung von Informationen und Meinungen.
Begriffe wie # hashtag, Blog, … fielen, in der Vorstellungsrunde stellt ich fest, dass ich nicht allein war, bei der Frage, was ein # ist und dem „hab ich nicht“ zu Twitter.

Schnell konnte ich mich neuen, fremden Themen zuordnen. Wenn Session Themen besonders einladend vorgetragen wurden, trieb mich die Neugierde dorthin oder wenn sie mir bekannte „keywords“ enthielten, konnte ich mich an Bekanntem andocken.
Zunehmend fühlte ich mich in der Menge der meist weit jüngeren Teilnehmer*innen gut aufgehoben und meine Akzeptanz dieser anderen Form der Begegnung wuchs.

Von „Ich liebe BarCamp!“ zu „Ich mache BarCamp!“

Dieses Erlebnis hat mich begeistert und motiviert, mich in die Vorbereitung dieses TZI BarCamp einzubringen und weitere Neuerungen im Umgang mit den neuen Medien zu lernen.

Dabei kam ich schon schnell an meine Grenzen. Wenn es darum ging den Umgang mit Trello, Twitter, Skypen ….  zu lernen, dachte ich im ersten Augenblick „nee, dass musst du dir nicht (mehr) antun“. Doch ich habe die Herausforderung gerne angenommen! Ich stellte fest, es war leichter als gedacht ;-) und, dass es auch etwas Faszinierendes hatte.

Neue Formate – mit alten Spielregeln?

Doch fast zeitgleich mit meiner zunehmenden Vertrautheit mit den (für mich) neuen Medien und der Kommunikation mit/durch digitale Technik kam auch mein Wunsch mich auszutauschen zum Thema: Wie wichtig ist es für diese digital/medialen neuen Formen der Kommunikation, vorhandene Werte anzuwenden und/oder neue Spielregeln zu finden?

Und je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr Facetten bekam die Fragestellung

  • Welche Werte müssen wieder größere Bedeutung bekommen?
  • Wie gehen wir mir Beschimpfungen, Bedrohungen und Beleidigungen im Netz um?
  • Wie wichtig wird dadurch wieder die persönliche Begegnung und Diskussion?
  • Was für Werte vermitteln wir den Schüler*innen im Umgang mit den Medien?
  • Welche Unterstützung geben sich Eltern und Lehrer gegenseitig, wenn es darum geht den Kindern Orientierung durch Werte zu geben?
  • Worin liegt die Verantwortung der Medienkonzerne und der Politik?

Ich lade euch herzlich ein, diese Fragen und andere Aspekte dieses Themas in einer Session auf dem TZI BarCamp 2019 mit mir zu diskutieren.

Autorin

Traudel Gebing-Sommersberg,
pensionierte Lehrerin und stellvertretende Schulleiterin der Gesamtschule Bonn Beuel. Jahrelange Arbeit in der staatlichen Lehrer*innenfortbildung.
Seit 30 Jahren TZI-lerin (Diplom) im Verein Rheinland/Westfalen.
Erfolgreiche Social Media Verweigerin und seit 2018 BarCamp Fan :-)

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